Geschichte des FC Düren 77 

In den Vorjahren des Gründungsjahres 1977 des FC Düren 77, gab es zuerst einmal die Thekenmannschaft „Königsbacher Stube“. Die meisten Spieler aus dieser Thekenmannschaft spielten noch aktiv in Vereinen, einige sogar in der Bezirksliga. Man spielte regelmäßig gegen andere Theken-/ und Freizeitmannschaften, sogar aus dem Jülicher und Kölner Bereich. Aufgrund der Spielstärke dieser Thekenmannschaft, war man den Spielgegnern jedoch grundsätzlich zu überlegen. In diesem Zusammenhang war die sportliche Herausforderung der Spieler nicht mehr reizvoll und zufriedenstellend. Und so kam es, dass gegen Ende des Jahres 1976, die Spieler nach einem Spiel in der Gaststätte „Königsbacher Stube“ zusammenkamen um ernsthaft über eine Vereinsgründung zu diskutierten. 

Als Ergebnis der lebhaften Diskussionen kam heraus, dass mit Bernd Marten – Angestellter beim Finanzamt Düren – eine Person ausgemacht wurde, der in Erfahrung bringen sollte, welche Grundvoraussetzungen für eine Vereinsgründung erforderlich sind. Von ihm kam auch der Vorschlag, den Verein „FC Düren 77“ zu benennen. Dieser Vorschlag wurde von allen anwesenden Interessierten spontan angenommen. 

Das Ergebnis seiner Recherchen war eindrucksvoll. Es mussten bevor es zu einer Eintragung eines Fußballvereins ins Vereinsregister beim Amtsgericht Düren kommt, folgende Grundvoraussetzungen erfüllt sein. 

In einer ordnungsgemäß einzuberufenden Gründungsversammlung muss zuerst einmal eine Vereinssatzung beschlossen und ein Vorstand gewählt und hierüber ein Protokoll über den Verlauf dieser Gründungsversammlung gefertigt werden. 

Zuerst einmal wurde aus verschiedenen Quellen eine Vereinsatzung auf die Belange des Vereins „FC Düren 77“ erstellt. Darüber hinaus wurde ermittelt, welche Kandidaten sich für die jeweiligen zu besetzenden Vorstandsposten zur Verfügung stellen würden. 

Und so kam es, dass am 29. Januar 1977 nachweislich 48 stimmberechtigte Mitglieder zur Gründungsversammlung in der „Königsbacher Stube“ erschienen. 

 Es wurden nachstehende Beschlüsse gefasst: 

  • die Satzung wurde abgesegnet, 
  • Vereinsname: „FC Düren 77“, 
  • Vereinswappen: „FC Düren 77“, 
  • Vereinsfarbe: Grün-Weiß, 
  • Vereinslokal: „Königsbacher Stube“ 



 Es wurde nachstehender Vorstand für die Dauer eines Geschäftsjahres gewählt: 

1. Vorsitzender Helmut Wenzel 

2. Vorsitzender Marlies Elisabeth Domke 

3. Vorsitzender Dietmar Bertrams 

1. Geschäftsführer Bernd Marten 

2. Geschäftsführer Herbert Aldenhoven 

3. Geschäftsführer Beate Lang 

1. Kassierer Heinz Nepomuck 

2. Kassierer Edeltraud Brühl 

3. Kassierer Theo Katzenbauer 

Spielausschussvorsitzender H. Lapp 

Jugendleiter Günter Steven 

Stv. Jugendleiter Günter Förster 

Stv. Jugendleiter Adolf Brühl 


Der gewählte Vorstand wurde von der Mitgliederversammlung mit folgenden Aufgaben beauftragt: 

  • Offizielle Beurkundung der Vereinssatzung von einem Notar, 
  • Antrag über den Notar an das Amtsgericht Düren zwecks Eintragung ins Vereinsregister, 
  • Antrag an das Finanzamt Düren zwecks Gemeinnützigkeitserklärung, 
  • Antrag an den Fußball-Verband Mittelrhein Kreis Düren: 
    • 2 Seniorenmannschaften, 1 Damenmannschaft und eine A-Jugendmannschaft für den Spielbetrieb 1977/78 zuzulassen, 
  • Alle Voraussetzungen für die Durchführung eines ordnungsgemäßen Spielbetriebes für alle Mannschaften des FC Düren 77, zu schaffen. 

Und hier die weiteren Eckdaten bis zur Bestätigung des Amtsgerichtes Düren, dass der Fußballverein „FC Düren 77“ offiziell ins Vereinsregister eingetragen wurde: 

22. Februar 1977 

Bescheid vom Finanzamt Düren, Erteilung einer „Gemeinnützigkeitsbescheinigung“, 

23. März 1977 

Antrag an Amtsgericht Düren – Vereinsregister über Notar Dr. Klaus Zain: 

Anmeldung den Verein unter dem Namen „FC Düren 77“ ins Vereinsregister einzutragen. 

02. Mai 1977 

Schreiben vom FVM Köln über den Kreis-Vorstand Düren FVM 

Auszug hieraus: 

Wir nehmen Sie mit Wirkung zum 1.5.1977 in den Fußball-Verband Mittelrhein e.V. auf. Bitte beachten Sie, dass die Aufnahme nur unter der Voraussetzung erfolgt, dass Sie einen eigenen Sportplatz und eine Jugendmannschaft haben. 

Unterschrieben wurde die entsprechende Urkunde vom 1. Vorsitzender des Vorstands Fußball- Verband Mittelrhein e.V. „Egidius Braun“. 

11. Mai 1977 

Oberkreisdirektor Kreispolizeibehörde Düren 

Gegen die beantragte Eintragung ins Vereinsregister bestehen keine Bedenken. 

18. Mai 1977 

Amtsgericht Düren – Vereinsregister – 

Bestätigung der offiziellen Eintragung „FC Düren 77“ ins Vereinsregister. 

Anmerkung! Demnach vollständiger, offizieller Vereinsname: „FC Düren 77 e.V.“ 

Das war aber erst einmal die Darstellung des formellen, administrativen Ablaufs von der Beantragung bis zur Zulassung des FC Düren 77 durch den FVM und der Eintragung ins Vereinsregister. 

Aber es standen zwei wichtige Grundvoraussetzungen an, die zuerst einmal erfüllt werden mussten, dass der „FC Düren 77“ mit seinen Mannschaften überhaupt in den offiziellen Spielbetrieb durch den FVM-Kreis Düren aufgenommen werden konnte: 

  • es musste eine Jugendmannschaft für den offiziellen Spielbetrieb und darüber hinaus 
  • ein Sportplatz für die Austragung der Heimspiele 

gemeldet werden.

Mit viel persönlichem Engagement schafften es, insbesondere der Jugendleiter Günter Steven und seine Verlobte Helga Braun, so viele Jugendspieler im Alter zwischen 15 bis 18 Jahren, zu begeistern, in einer gemeinsamen Jugendmannschaft für den FC Düren 77, zu spielen. Für eine B-Jugendmannschaft bzw. für eine A-Jugendmannschaft zu bilden, waren jeweils altersbedingt, zu wenige Spieler vorhanden. Demnach mussten auch diejenigen, die eigentlich noch B-Jugendspieler waren in der für den Spielbetrieb dann gemeldeten A-Jugendmannschaft spielen. 

Diesen jungen Spielern und ihren Trainern Günter Steven sowie Leo Nepomuck, ist es zu verdanken, dass die Grundbasis dafür geschaffen wurde, dass der FC Düren 77 überhaupt ins Leben gerufen werden konnte. 

Extrem schwieriger gestaltete sich die zweite Grundvoraussetzung – die Gestellung eines Fußballplatzes für die Austragung der Heimspiele – zu erfüllen. 

In diesem Zusammenhang nahm man Kontakt auf, mit dem in dieser Angelegenheit zuständigen Sportamt der Stadt Düren. Während dieses Gespräches wurde seitens des Sportamtes in der Form Bedenken geäußert, dass man dem neugegründeten FC Düren 77, nur eine kurze Überlebenszeit zutraute. Aus einer Thekenmannschaft einen Fußballverein zu gründen, dann noch zwei Seniorenmannschaften, eine Jugendmannschaft und sogar noch eine Damenmannschaft für den Spielbetrieb anmelden zu wollen, dass konnte und wollte man nicht ernsthaft einordnen. 

Das Ergebnis am Ende des Gespräches war, eine Gestellung eines Fußballplatzes für die Durchführung des Spielbetriebes für die Mannschaften des FC Düren 77, konnte seitens des Sportamtes nicht realisiert werden. 

Und so war man auf sich allein gestellt! Denn ohne die Gestellung eines Fußballplatzes konnte es auch keinen „FC Düren 77“ geben. Das war die Ausgangslage für weitere Vorgehensweise. 

Einige Mitglieder erinnerten sich, an den früheren Jahren vom Fußballverein SC Borussia Jakobwüllesheim genutzten, etwas außerhalb vom Ort Jakobwüllesheim gelegenen, alten Fußballplatz. Man nahm mit dem Besitzer des Grundstückes, das Bistrum Aachen, Kontakt auf. Mit dem Kirchenvorstand kam man während eines Gespräches letztendlich zu dem Ergebnis, dass man bei Zahlung einer jährlichen Spende von 600,00 DM, das Grundstück wieder als Fußballplatz herrichten und nutzen dürfte. 

Das Grundstück befand sich zum damaligen Zeitpunkt in einem desolaten Zustand. Das Gras war schon sehr hoch gewachsen und es standen auch keine Fußballtore auf dem Grundstück. Mit einem ortsansässigen Bauern konnte man eine Regelung treffen, dass dieser zuerst einmal den Rasen so mäht, dass ein Fußballspielen darauf möglich ist. Darüber hinaus wurde mit ihm vereinbart, dass der Rasen von ihm regelmäßig nach Vorgabe des FC Düren 77, gemäht werden muss. Für eine von ihm festgesetzte Summe in Höhe von 50,00 DM je Rasenschnitt kam es dann zu dieser Vereinbarung. 

Nun galt es zwei Fußballtore auf der Platzanlage aufzustellen. Die erste Überlegung, zwei Aluminiumtore zu beschaffen und aufzustellen, wurde gleich verworfen. Die Diebstahlgefahr war einfach zu groß. Also beschloss man, Holztore in Betonfundamenten einzusetzen. Das Vereinsmitglied „Peter Fischermann“ – von Beruf Bau- und Möbelschreiner – erklärte sich bereit, das entsprechende Holzmaterial für die Herstellung der zwei Fußballtore zu beschaffen und die Tore dann vor Ort zu fertigen. Die zwei Tore wurden dann in Zusammenarbeit mit einigen Helfern jeweils in Betonfundamente fest verankert. 

Und so entstand der Fußballplatz auf den der FC Düren 77 zuerst einmal den Spielbetrieb mit allen gemeldeten Mannschaften in der Saison 1977/78 durchführen konnte. 

Aber zu einer Sportstätte gehören auch Umkleide- und Duschräume dazu. Man nahm Kontakt mit dem Eigentümer der Gaststätte Geuenich (Vereinsheim vom SV Borussia Jakobwüllesheim) auf. Herr Geuenich hatte Gott sei Dank ein offenes Ohr für unser Anliegen und schlug uns vor, aus den an der Gaststätte befindlichen zwei Doppelgaragen, durch entsprechende Umbaumaßnahmen, diese Räumlichkeiten in Umkleidekabinen und einen Duschraum umzubauen. Und dies wurde dann auch zeitgerecht vom FC Düren 77 umgesetzt und realisiert. 

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