FC Düren 77

FC Düren 77 – Aus Leidenschaft wurde Tradition

Der FC Düren 77 ist mehr als nur ein Fußballverein. Was einst im Januar 1977 als spontane Idee in einer Dürener Kneipe begann, entwickelte sich zu einer festen Größe im lokalen Sportleben. Aus einer Thekenmannschaft entstand ein eingetragener Verein – mit offizieller Satzung, Vorstand und großen Plänen. Bereits wenige Monate nach der Gründung war der Verein im Fußball-Verband Mittelrhein aufgenommen, mit zwei Senioren-, einer Damen- und einer Jugendmannschaft im Spielbetrieb. Grün-Weiß wurde zur Vereinsfarbe, und die Begeisterung war von Anfang an spürbar.

Erste Schritte – viel Eigenleistung, wenig Mittel​

Die Anfangsjahre waren geprägt von Improvisation und enormem Einsatz. Da ein eigener Sportplatz fehlte, pachteten die 77er Kirchenland in Jakobwüllesheim. In Eigenleistung wurden dort Spielfeld, Tore und sogar Umkleidekabinen gebaut. 

Schnell zeigte sich: Totgesagte leben länger. Während viele dem jungen Club nur eine kurze Lebensdauer zutrauten, wuchs der FC Düren 77 beständig – getragen von Kameradschaft, Zusammenhalt und Idealismus.

Aufstieg und sportliche Erfolge

Schon in der Saison 1978/79 gelang der Aufstieg in die Kreisliga B. Von da an erarbeitete sich der Verein einen Ruf als ehrgeiziger, aber bodenständiger Club. 

Der größte sportliche Erfolg der Senioren war der Aufstieg 2002 in die Bezirksliga – gekrönt durch die gleichzeitige Meisterschaft der zweiten Mannschaft, die in die Kreisliga B aufstieg . 

Auch später hielt man sich durchgehend in den oberen Klassen des Kreises und sorgte immer wieder für Überraschungen bei Stadt- und Hallenmeisterschaften.

Das Herzstück: Jugendarbeit

Besonders stolz ist der Verein auf seine Jugendabteilung. Bereits Anfang der 1980er-Jahre stellten die 77er mehrere Jugendteams, darunter eine erfolgreiche C-Jugend, die gleich im ersten Jahr Meister wurde. 

In den späten 1980er-Jahren wuchs die Jugendabteilung zur größten im ganzen Fußballkreis Düren heran – mit über zehn Mannschaften, darunter auch zwei Mädchenmannschaften.

Die Jugendarbeit war stets geprägt von Offenheit und Vielfalt. Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichsten Wurzeln fanden hier eine sportliche Heimat. Heute wie damals hat der Verein einen Anteil von rund 70 % Spielern mit Migrationshintergrund – gelebte Integration auf dem Fußballplatz. Diese Arbeit wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem „Hero Award Integration“ der Stadt Düren.

Blick nach vorn

Heute zählt der Verein mehrere Senioren- und Jugendmannschaften, ein engagiertes Trainer- und Betreuerteam sowie zahlreiche Ehrenamtliche im Hintergrund. Das Motto „Alle für einen, einer für alle“ gilt damals wie heute. Mit moderner Infrastruktur, starkem Nachwuchs und einer gelebten Integrationskultur geht der FC Düren 77 optimistisch in die Zukunft – fest verwurzelt in der Südstadt, aber offen für alle, die den Fußball lieben.